24.02.2016

J wie Joana aus Jersey

Für das 2. Projekt der 12 Letters of handmade Fashion Reihe
habe ich etwas ganz nahe liegendes genommen.
Laura von Tagträumerin hat ein J gezogen.

J wie Jeans, Jacke oder Jersey.
Ja, Jersey haben wohl fast alle Näherinnen im Regal,
aber ganz so einfach wollte ich mir es dann auch nicht machen
und habe meine Schnittmuster gewälzt, bis ich auf die Joana von Farbenmix gestoßen bin.
Und da war es mein Doppel-J!
Leider hat der Jersey im Jeanslook nicht mehr gereicht - sonst hätte ich noch ein Tripple hingelegt.


Genäht habe ich den Schnitt zum ersten Mal.
Ursprünglich hatte ich eine XL zugeschnitten,
aber nach 10 Kilo weniger habe ich mich an die L getraut
und hätte sogar noch im Schulter- und Armbereich eine M vertragen.
Der Wahnsinn!
Das ist jetzt jedes Mal eine Herausforderung mit der Größe!


Ansonsten verbreitet das Türkis etwas Frühling.
Ich sehne mich dieses Jahr so richtig danach,
obwohl der Winter nun nicht so schrecklich und streng war.
Eine richtige Frühjahrsmüdigkeit macht sich bei mir breit
und ich konnte mich die letzte Woche kaum aufraffen
mich abends noch an die Maschine zu setzen.

OT
Aber heute bin ich ganz kreativ den ganzen Tag zu Hause.
Zwar notgedrungen wegen einer Bombenentschärfung,
was mich zugegebener Maßen schon ängstigt.
Seit 1990 wurden in der Stadt Oranienburg 190 Blindgänger entschärft,
aber 300 werden insgesamt vermutet.
Gut bei 20 000 abgeworfenen Bomben im 2. Weltkrieg kein Wunder.
Weiter 6 Verdachtsmomente bestehen aktuell,
dass heißt es gibt wohl noch den ein oder anderen freien Tag in der nächste Zeit.
Falls ihr nicht aus dem Raum Berlin kommt und euch wundert:
In Oranienburg liegt nicht nur das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen,
es gab auch eine Unmenge an Rüstungsindustrie im Speckgürtel.
Neben Flugzeugen wurden auch Teile für Atombomben produziert.
Da wundert einen die flächendeckende Bombardierung kein Stück.
So hautnah die Folgen des 2. Weltkrieges zu erleben, vermittelt ein ganz merkwürdiges Gefühl.
Wenn ich da den braunen Mob von heute pöbeln höre, wird mir ganz schlecht.
Wie sich wohl die Flüchtlinge fühlen, die vor dem Krieg flüchten?
Kurioser Weise wurde um die Flüchtlingsunterkünfte einfach ein Bogen im Sperrkreis gezogen.
Sicherlich 12 000 Menschen zu evakuieren ist schon genug
(darunter ein Krankenhaus, Seniorenheim, etliche Schulen und Kitas
und auch mein Arbeitgeber das Landratsamt),
aber einfach Menschen bewusst im Sperrkreis zu belassen, 
weil es lästig ist ihnen auch noch Sicherheit zu geben?
Deutschland, man kann nur den Kopf schütteln!!!

So meine Befindlichkeit musste einfach raus
und nun wünsche ich euch einen schönen Mittwoch,
auch wenn ich hier immer noch grübelnd den Kopf schüttle.

Stoff: Jersey von Michas Stoffecke
Schnitt: Joana von Farbenmix
verlinkt: MeMadeMittwoch

1 Kommentar:

  1. Huhuuu ... schick genäht und gut geschrieben. Immer wieder schön zu lesen, dass andere Menschen die eigene Einstellung teilen. Danke dafür. Liebe Grüße, Carla.

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